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Berlin will nicht am Afghanistan-Einsatz rütteln

Thomas de MaizièreGroßansicht

Berlin (dpa) - Nach dem Tod von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden sieht die Bundesregierung keinen Grund für eine Änderung ihrer Afghanistan-Strategie.

«Wir sind ja nicht nach Afghanistan gegangen, um einen bestimmten Terroristen auszuschalten, sondern weil wir nicht länger zulassen wollten, dass Afghanistan das Rückzugsgebiet für den Weltterrorismus ist», sagte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) am Dienstag in Berlin.

Auch Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) betonte, am Zeitplan für den Bundeswehr-Einsatz am Hindukusch ändere sich nichts. «Wir sind ja nicht in Afghanistan, um gegen Osama bin Laden zu Felde zu ziehen, sondern damit von Afghanistan kein Terrorismus mehr in die Welt exportiert wird», sagte er bei einem Truppenbesuch im unterfränkischen Hammelburg.

Deutschland will Ende des Jahres mit dem Abzug der Bundeswehr-Soldaten beginnen, falls die Sicherheitslage es zulässt. 2014 soll der Kampfeinsatz der internationalen Schutztruppe beendet werden.

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier rechnet damit, dass dieser Zeitplan nun einfacher umzusetzen ist. «Nachdem die Terrororganisation ihren führenden Kopf verloren hat, wird die geplante Beendigung des Einsatzes realistischer», sagte der frühere Außenminister der Nachrichtenagentur dpa.

Terrorismus / USA / Syrien / Deutschland
03.05.2011 · 21:57 Uhr
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