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Berlin und Brüssel erwägen massiven Iran-Boykott

Berlin/Brüssel (dts) - In Berlin und Brüssel wächst offenbar die Bereitschaft zu massiven Boykottmaßnahmen gegen Iran, wenn die Teheraner Führung nicht bald mehr Entgegenkommen im Atomstreit signalisiert. Das berichtet das Magazin "Spiegel" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. So gebe es Überlegungen, die Benzinlieferungen an den Iran zu stoppen. Der Rohölexporteur ist bei Benzin nach Expertenschätzungen zu etwa 30 Prozent auf Importe angewiesen. Auch weitere Beschränkungen des Schiffs- und Luftverkehrs nach Iran werden von Diplomaten erwogen. Hebel dafür könnten Landeverbote für iranische Schiffe oder Flugzeuge in der EU sein. Auch große Versicherungsunternehmen wie Lloyd’s, die viele Iran-Transporte versichern, könnten genötigt werden, solche Geschäfte zu beenden. Die Bundesregierung will zunächst versuchen, die Sanktionen gemeinsam mit den zögernden Vetomächten Russland und China im Uno-Sicherheitsrat zu beschließen. Notfalls würden die USA und die EU aber nach Ansicht von hohen deutschen Diplomaten auch allein "sehr scharfe Sanktionen" beschließen.
DEU / EU / Iran / Boykott
15.08.2009 · 10:31 Uhr
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