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Berlin prüft Folgen aus Entschädigungsbetrug

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Berlin (dpa) - Die Bundesregierung prüft nach einem groß angelegten Betrug mit deutschen Holocaust-Entschädigungen in den USA, ob sie Schadensersatz verlangt. Dies teilte ein Sprecher des Finanzministeriums mit.

Die Bundesregierung sei über die laufenden Ermittlungen in den USA «fortwährend unterrichtet» worden. Auch die deutsche Botschaft in Washington sei eingeweiht gewesen.

Nach Angaben der US-Behörden wurden von Betrügern mindestens 42 Millionen Dollar (rund 30,5 Mio. Euro) an vermeintliche Holocaust-Opfer bezahlt, die keinen Anspruch auf Entschädigung hatten. Insgesamt wurde Anklage gegen 17 Verdächtige erhoben, darunter gegen 6 Angestellte des Holocaust-Fonds. Der «New York Times» zufolge wurden bislang knapp 5000 gefälschte Anträge entdeckt.

Artikel New York Times

Justiz / Geschichte / USA / Deutschland
10.11.2010 · 17:57 Uhr
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