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Bericht: Vorwürfe gegen Auswärtiges Amt beim Unglück der Costa Concordia

Berlin/ Rom (dts) - Schiffbrüchige der Costa Concordia erheben Vorwürfe gegen die Deutsche Botschaft in Rom. Entgegen den offiziellen Beteuerungen hätten sie keinerlei Hilfe bekommen, berichtet das ARD-Politikmagazin "Report Mainz". Nach Recherchen des Magazins waren nur drei Mitarbeiter der Deutschen Botschaft am Ort der zentralen Sammelstelle in San Stefano, an der auch die rund 570 deutschen Schiffbrüchigen versorgt wurden.

Außenminister Guido Westerwelle hingegen hatte bereits am Tag nach dem Unglück gesagt, den deutschen Schiffbrüchigen sei von Mitarbeitern der deutschen Botschaft vorbildlich rund um die Uhr geholfen worden. Recherchen von "Report Mainz" kommen dagegen zu einem anderem Ergebnis: Viele deutsche Schiffbrüchige hatten keinerlei Kontakt zu Botschaftsmitarbeitern und haben so auch keine Hilfe erhalten. Dabei beziehen sich ihre Angaben auf unterschiedliche Sammelpunkte - den Fährhafen San Stefano gegenüber Giglio und auf die Sammelstelle in Savona am Terminal der Reederei Costa: Nirgendwo hätten sie einen deutschen Botschaftsmitarbeiter getroffen: "Es war wirklich so, dass von Botschaftsangehörigen oder Vertretern des Auswärtigen Amtes (AA) in keiner Phase auch nur ein Botschaftsangehöriger sichtbar war für die Schiffbrüchigen", sagte beispielsweise ein baden-württembergischer Unternehmer im Interview mit "Report Mainz". Das Auswärtige Amt betont dagegen in einer aktuellen Stellungnahme gegenüber dem Politikmagazin, dass Mitarbeiter der Botschaft in Rom "unverzüglich nach Bekanntwerden des Unglücks zum Unglücksort gefahren" seien, "um betroffene Deutsche vor Ort bei der Erstversorgung und Rückreise nach Deutschland zu unterstützten".
DEU / Italien / Unglücke / Schifffahrt
24.01.2012 · 17:23 Uhr
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