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Bericht: Versicherte wechseln zu Krankenkassen ohne Zusatzbeiträge

Berlin (dts) - Immer mehr Versicherte wechseln zu einer gesetzlichen Krankenkasse, die keinen Zusatzbeitrag in Höhe von mindestes 8 Euro pro Monat erhebt. Wie die "Bild" Zeitung (Dienstagausgabe) berichtet, haben knapp 485.000 Menschen in diesem Jahr bereits die Kasse gewechselt. Die Techniker Krankenkasse bestätigte "Bild": "Die Brutto-Zugangszahl liegt ganz aktuell bei rund 151.000 Neuzugängen." Auch der AOK Bundesverband erwartet laut "Bild"-Bericht im ersten Quartal 2010 rund 150.000 Neuzugänge. Die Barmer GEK bestätigte der Zeitung 100.000 Neuaufnahmen. Die BKK FTE meldet 56.000 Versicherte mehr, die Signal Iduna IKK hat 22.000 Neuversicherte, die "BIG direkt gesund" vermeldet 6000 Mitglieder Zuwachs. "Bild" zufolge erwarten Experten, dass viele Kassen mit ungünstiger Mitgliederstruktur wahrscheinlich Insolvenz anmelden müssen. Zur Begründung heißt es, diese Kassen müssten so hohe Zusatzbeiträge erheben, dass die Mitglieder abwandern würden. Als erste Beispiele von Kassen, die vor dem "Aus" stünden, nennt die "Bild" Zeitung die City BKK (rd. 180.000 Mitglieder) und die BKK Heilberufe (ca. 340.000 Mitglieder). Ein Gesundheitsökonom sagte der Zeitung: "Da gibt es Haftungsregeln, nach denen diese Kassen zunächst im BKK-System aufgefangen würden, aber langfristig sind das Kosten, die durch Insolvenzen entstehen, die alle gesetzlichen Krankenkassen betreffen." Auch bei der Dt. BKK seien nach "Bild"-Informationen erste Konsequenzen aus dem Verlust von rund 86.000 Versicherten gezogen worden: Vorstandsmitglied Arne Timm sei in der letzten Woche beurlaubt worden, meldet die Zeitung aus Kassen-Kreisen.
DEU / Gesundheit
30.03.2010 · 00:31 Uhr
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