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Bericht: Rockergruppen offenbar gefährlicher als bisher bekannt

Hamburg (dts) - Rockergruppen sind offenkundig noch gefährlicher als bisher bekannt. Das sollen Behördenunterlagen belegen, die dem Radiosender "NDR Info" vorliegen. Bei diesen als "vertraulich - nur für den Dienstgebrauch" eingestuften Unterlagen handele es sich um Dokumente, die der Polizei unter anderem bei der Durchsuchung von Rockerclubs in die Hände gefallen sind. Darin enthalten sind auch Selbstbeschreibungen von Rockerclubs. So heißt es unter anderem in einem Dokument, das offenkundig aus einer international tätigen Rockerbande stammt: "Standardbewaffnung aller Chapter sind drei bis vier Pumpguns, drei bis vier Schroter (Schrotflinten), beide mit abgesägtem Lauf, damit sie zwischen die Tanks der Harley Davidson passen." Experten vom Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) gehen davon aus, dass solch eine Selbstbeschreibung der Realität entspricht. "Es ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass große Rockerclubs Waffen gebunkert haben. Das ist geradezu Teil ihrer Strategie", sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende des BDK Bernd Carstensen zu "NDR Info". Der BDK-Sprecher verwies auf Hausdurchsuchungen der Polizei in Schleswig-Holstein, die kürzlich bei einem Mitglied der Hells Angels ein ganzes Waffenarsenal zu Tage gefördert hatten.
DEU / Kriminalität / Gewalt / Justiz
19.03.2010 · 07:12 Uhr
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