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Bericht: Kurt Beck will Werbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen streichen

München/Mainz (dts) - Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und Vorsitzende der Rundfunkkommission, Kurt Beck (SPD), will das öffentlich-rechtliche Fernsehen offenbar nach und nach werbefrei machen. Das berichtet der Branchendienst "Kontakter" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Dem Bericht zufolge herrsche in den Ländern, die in der Rundfunkkommission vertreten sind und am neuen Rundfunkstaatsvertrag arbeiten, Konsens darüber, dass Sponsoring nach 20 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen ab 2013 aus dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen gestrichen werden soll. Ausgenommen davon sollen große Sportveranstaltungen sein. Danach, so schlägt Beck vor, könne die Werbung in zwei Stufen komplett aus dem Ersten und dem Zweiten verschwinden. Eine Halbierung der Werbezeiten könnte demnach 2015 mit dem Zwischenbericht der Gebührenkommission KEF zur nächsten Finanzierungsrunde bei ARD und ZDF anstehen. Die komplette Abschaffung der Werbung stünde 2017 mit der übernächsten Gebührenperiode an. Im Gegenzug sollen die Fernsehgebühren angehoben, die kritische Grenze von 20 Euro pro Monat aber nicht überschritten werden. Gegen einen werbefreien öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt es indes bereits Widerstand. So sagte Joachim Schütz, Sprecher der Organisation der Werbungtreibenden im Markenverband (OWM), dass Werbung und Sponsoring bei ARD und ZDF erhalten bleiben müssen. Die Unternehmen fänden in deren qualitativen Umfeld hochwertige Zielgruppen.
DEU / Fernsehen
14.03.2010 · 15:36 Uhr
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