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Bericht: Fast alles wieder wie immer in Frankfurt

Reisende warten auf dem Flughafen Frankfurt am Main vor den Schaltern der Fluggesellschaften.Großansicht
Der größte deutsche Airport in Frankfurt läuft wieder auf Normalbetrieb. Nur die Airlines brauchen noch ein paar Tage. Einige Fluggäste sind guter Dinge, andere «canceln» ihre Reise.

Frankfurt/Main (dpa) - Fast ist es am Mittwoch wieder wie immer am Frankfurter Flughafen. Das übliche Stimmengewirr und die Geräusche von Stöckelschuhen und von Gepäckwagen sowie Rollkoffern haben die Stille der vergangenen Tage verdrängt. Unzählige Reisende wuseln durch die Terminals. Am Check-in gibt es Schlangen, vor den Aufzügen Staus. «Noch scheint alles wie sonst zu laufen», sagt Karl-Heinz Hilgenberg, der nach Thailand möchte. «Der Flug startet nur eine Stunde später, so wie es aussieht.»

Rosemarie Paragnik beobachtet die Anzeigetafel, auf der hinter den meisten Flügen noch ein «annulliert» zu lesen ist. Am Morgen ist sie aus Las Vegas gekommen. Sie hätte in Zürich statt Frankfurt landen sollen und versucht nun, nach Hamburg zu gelangen. «Aber die Leute waren super nett und haben sich viel Mühe gegeben», berichtet sie.

Der vietnamesische Geschäftsmann Ngo Chi ist dagegen auf sich selbst angewiesen: «Ich muss ständig anrufen und fragen, wann mein Flug geht.» Am Samstag wollte er eigentlich nach Vietnam. Vier Tage später ist der Flug für 13.15 Uhr angekündigt - doch eine Viertelstunde vorher ist nicht mal der Schalter geöffnet, wie er sagt. «Wenn das heute nichts wird, bleibe ich hier.»

Folgen des Flug-Stopps noch zu spüren

Auch einige der Feldbetten im Transit-Bereich sind noch belegt. Einige Dutzend der mehr als tausend dort Gestrandeten warteten aber noch auf einen Flug. Und die Mitarbeiter am Lastminute-Schalter haben wenig zu tun, was Selim Morkan dort so begründet: «Die Preise sind 300 Prozent höher als sonst.»

Am Vormittag - nach fast einer Woche Flugverbot - hatte die Deutsche Flugsicherung in Langen den Luftraum über Deutschland wieder freigegeben. «Die Wolke hat sich verzogen», sagt Sprecher Axel Raab. Der Flughafenbetreiber Fraport reagiert sofort: «Wir haben auf Normalbetrieb hochgefahren», sagt Wolfgang Schwalm. Die Fluglinien brauchen aber noch ein paar Tage. «Es ist relativ gemütlich», berichtet eine Mitarbeiterin an der Bordkarten-Kontrolle.

Für Mittwoch rechnet Schwalm mit 700 der normalerweise 1400 Starts und Landungen. Viele Airlines und Reiseunternehmen wie Air Berlin und Dertour wollen bis Ende der Woche aber wieder das komplette Programm anbieten.

[Flughafen]: FRA, Deutschland

Vulkane / Luftverkehr / Island
21.04.2010 · 21:40 Uhr
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