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Bericht: EADS plant Schließung von Cassidian-Werk

München (dts) - Der Luft- und Raumfahrtskonzern EADS plant laut eines Zeitungsberichtes, bei der Umstrukturierung des Unternehmens das Werk seiner Rüstungstochter Cassidian in Unterschleißheim bei München zu schließen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Montagsausgabe. Gleichzeitig soll am EADS-Standort in Ottobrunn die neue Luft- und Raumfahrt-Zentrale des Konzerns entstehen, in der die Töchterfirmen Astrium und Cassidian aufgehen sollen.

Wie viele Arbeitsplätze dadurch wegfallen oder verlagert werden, ist noch unklar. In Unterschleißheim arbeiten bis zu 1.400 Cassidian-Mitarbeiter, in Ottobrunn direkt bei EADS und bei Astrium insgesamt etwa ebenfalls 1.400. In der vergangenen Woche waren Pläne bekannt geworden, wonach das deutsch-französische Gemeinschaftsunternehmen nach der Zusammenlegung der Rüstungssparte Cassidian, der Raumfahrttochter Astrium und von Airbus Military zur neuen Sparte Airbus Defence & Space einen Stellenabbau von bis zu 8.000 Stellen europaweit beabsichtige. Die Konzernleitung kommentierte das bislang nicht. Für die Rüstungsfirma Cassidian ist aber offenbar tatsächlich schon eine Entscheidung gefallen: Unternehmensnahe Kreise bestätigten der SZ, dass das Werk in Unterschleißheim geschlossen werden soll. Der umgebaute Konzern brauche keine zwei Zentralen, sondern wolle sich auf Ottobrunn konzentrieren. Teile der Produktion sollen an andere bayerische Standorte verlagert werden. Wie viele Arbeitsplätze im Münchner Umland der Fusion zum Opfer fallen sollen, sei allerdings noch unklar. Ebenso der Zeitpunkt, zu dem die Unterschleißheimer Produktionsstätte dicht gemacht wird. Laut IG Metall wolle EADS am 9. Dezember Details der Umstrukturierung bekannt geben.
Wirtschaft / DEU / BAY / Unternehmen / Militär
25.11.2013 · 01:00 Uhr
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