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Bericht: Afghanischer Präsident Karzai will Verfassung ändern und nach 2014 im Amt bleiben

Berlin (dts) - Der afghanische Präsident Hamid Karzai plant offenbar, die Verfassung seines Landes zu ändern, um sich selbst eine dritte Amtszeit nach 2014 zu verschaffen. Das geht nach Informationen der "Bild-Zeitung" (Montagausgabe) aus einem Bericht des Bundesnachrichtendienstes (BND) hervor. In dem "amtlich geheim gehaltenen" Sonderbericht des BND vom September 2011 heißt es, Präsident Karzai plane "eine politische Neugestaltung der afghanischen Zentralregierung".

Laut der Zeitung heißt es weiter in dem BND-Bericht: "Der Grund dürfte im Wunsche Karzais liegen, nicht von der Macht abtreten zu müssen, auch wenn er sich derzeit öffentlich von einer Amtszeitverlängerung als Präsident distanziert." Weil Karzai für eine Verfassungsänderung noch die Unterstützung fehle, arbeite er an einer "kreativen Lösung ... Nachrichtendienstlichen Erkenntnissen zufolge führt Karzai bereits erste Sondierungsgespräche mit namhaften afghanischen Politikern". Der Bundesnachrichtendienst, so berichtet die "Bild-Zeitung", warnt vor den Konsequenzen, die eine solche Verfassungsänderung haben könnte: "Die alltagspolitische Situation in Afghanistan dürfte sich durch eine Änderung der Regierungsform in einer der dargestellten Optionen nicht verbessern."
Afghanistan / Wahlen / Weltpolitik
05.12.2011 · 00:10 Uhr
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