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Behörden prüfen bei Neonazi-Ermittlungen mögliche Spuren ins Saarland

Saarbrücken (dts) - Im Fall der Neonazi-Mordserie durch die Zwickauer Terrorzelle prüfen die Ermittlungsbehörden einem Medienbericht zufolge auch Spuren ins Saarland. Wie die "Frankfurter Zeitung" schreibt, bestehe der Verdacht, dass die Rechtsextremisten in Verbindung mit einer Serie von Brandstiftungen in dem Ort Völklingen stehen könnten. In der Stadt bei Saarbrücken waren zwischen September 2006 und September 2011 mehrere Häuser angezündet worden, in denen Einwanderer aus der Türkei, dem arabischen Raum und Afrika lebten.

Laut der FAZ erhielt eine türkische Einrichtung in Völklingen eine Bekenner-DVD der auch als "NSU" bekannten Zwickauer Terrorzelle. Bislang seien die Behörden bei den Brandstiftungen, bei denen 20 Personen verletzt wurden, nicht von einem rechtsradikalen Hintergrund ausgegangen. Zudem werde laut dem Zeitungsbericht eine Verwicklung der NSU in den Bombenanschlag auf die Wehrmachtsaustellung 1999 in Saarbrücken überprüft. Die Bundesanwaltschaft ermittelt seit dem 11. November gegen Mitglieder und Unterstützer der rechtsterroristischen Vereinigung "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU). Nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen bildeten die am 4. November verstorbenen Uwe B. und Uwe M. gemeinsam mit der Beschuldigten Beate Z. den "NSU". Diese Gruppierung soll für die sogenannten Ceska-Morde an neun Mitbürgern türkischer und griechischer Herkunft der Jahre 2000 bis 2006, den Mordanschlag auf zwei Polizisten in Heilbronn am 25. April 2007 sowie die Sprengsatzanschläge vom 19. Januar 2001 und vom 9. Juni 2004 in Köln verantwortlich sein. Derzeit befinden sich vier Beschuldigte in Untersuchungshaft.
DEU / Justiz / Gewalt / Terrorismus
03.12.2011 · 13:59 Uhr
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