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Behörden auf Java befürchten Ausbruch des Merapi

Die Behörden lassen die ersten Anwohner des Vulkans Merapi in Sicherheit bringen.Großansicht

Jakarta (dpa) - Der erwachte Vulkan Merapi in Indonesien wird immer bedrohlicher. Innerhalb weniger Stunden registrierten Vulkanologen am Montagabend (Ortszeit) 137 vulkanische Eruptionen im Krater. Am Dienstag wurden die ersten Anwohner in Sicherheit gebracht.

Für 300 Kinder und ältere Menschen richteten die Behörden im Distrikt Magelang Notunterkünfte ein. «Die anderen Einwohner sind in Alarmbereitschaft und jederzeit zur Flucht bereit, sollte es nötig werden», sagte ein Sprecher der Distriktverwaltung. In der umliegenden Gemeinden verteilten Helfer Zelte und Decken.

Der fast 3000 Meter hohe Merapi («Feuerberg») ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Er liegt 25 Kilometer nördlich der Großstadt Yogyakarta auf der Insel Java. Im Umkreis wohnen mehr als drei Millionen Menschen, 40 000 davon an den Hängen des Vulkans. Viele Bauern wollen ihre Felder dort nicht verlassen. Die Lage ist beliebt, weil die Vulkanerde höchst fruchtbar ist.

Seit Tagen beobachten die Vulkanologen wachsende Spannungen in dem Krater. Das Magma steigt immer höher und die Hänge dehnen sich aus. Im Kraterinneren staut sich wahrscheinlich eine wachsende Gaswolke. Bei dem jüngsten Ausbruch 2006 hatte sich das Gas mit einer Fontäne entladen und Gerölllawinen ausgelöst. Zwei Menschen wurden getötet. Bei dem Ausbruch 1994 kamen 66 Menschen um. Bei dem großen Ausbruch 1930 wurden 13 Dörfer vernichtet, 1370 Menschen starben.

Vulkane / Indonesien
26.10.2010 · 10:29 Uhr
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