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Beginn der afghanischen Präsidentschaftswahl von Anschlägen überschattet

Kabul (dts) - Der Beginn der heutigen Präsidentschaftswahl in Afghanistan ist von mehreren Anschlägen überschattet worden. So schlug in Kundus im Norden des Landes eine Rakete in einem Wahllokal ein. Medienberichten zufolge soll dabei ein Kind verletzt worden sein. Zudem schlugen insgesamt vier Raketen in der Stadt Kandahar im Süden Afghanistans ein. Es gibt außerdem Berichte über ein Feuergefecht zwischen afghanischen Polizisten und Kämpfern der Taliban in Kabul. Die Sicherheitsvorkehrungen sind im Zuge der Präsidentschaftswahl extrem erhöht worden. Mehr als 300.000 Sicherheitskräfte sollen die Wahl absichern. Trotz Kritik an seiner Politik gilt der Amtsinhaber Hamid Karsai als Favorit in der Präsidentschaftswahl. Sein schärfster Konkurrent ist der frühere Außenminister Abdullah Abdullah. Mit ersten Ergebnissen der Wahl wird erst in den nächsten Tagen gerechnet. Internationale Beobachter befürchten eine erhebliche Manipulation der Wahl. Die Taliban haben angekündigt, die Wahl massiv zu behindern und riefen zum Boykott der Abstimmung auf. Laut afghanischem Innenministerium muss in etwa einem Drittel des Landes mit Anschlägen gerechnet werden. Schon zu Beginn der Woche ist es in Afghanistan zu zahlreichen Anschlägen gekommen. So starben gestern bei einem Raketenangriff auf ein Wahllokal in Kandahar drei Wahlhelfer. Vier weitere Mitglieder der Wahlkommission starben am Dienstag durch einen Bombenanschlag im Norden Afghanistans.
Afghanistan / Wahl / Terrorismus
20.08.2009 · 09:37 Uhr
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