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BDI-Präsident: Keine einseitigen Klima-Ziele

Berlin (dpa) - Die deutsche Industrie hat die Bundesregierung davor gewarnt, sich beim Klimaschutz einseitig auf unerreichbare Reduzierungsziele festzulegen.

Eine unkonditionierte Absenkung des CO2-Ausstoßes um 40 Prozent, wie es die schwarz-gelbe Koalition anstrebe, sei «kontraproduktiv» und demotiviere die Wirtschaft, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur dpa mit Blick auf den Klima-Gipfel in Kopenhagen. Keitel verglich dieses Ziel mit der Aufforderung an einen Sportler, endlich 10 Meter weit zu springen - ohne jede Chance, dieses Ziel je zu erreichen.

Die deutsche Industrie wolle beim Klimaschutz keinesfalls bremsen, versicherte Keitel. Sie sei im Gegenteil bereits in Vorleistung gegangen. «Wir brauchen uns nicht sagen zu lassen, was moralische Verpflichtung ist.» Der BDI-Präsident verlangte aber «bindende Klimaschutzziele für alle». Die USA ließen derzeit Europa beim Klimaschutz «vorausmarschieren» und besetzten selbst eine «knallharte Interessensposition». Die dortige Regierung und Wirtschaft «betrachten das nicht mit Bewunderung. ... Die finden uns naiv. Die lächeln darüber.»

Die Amerikaner gingen fest davon aus, den deutschen und europäischen «Vorsprung in der grünen Technologie aufzuholen, wenn es sein muss mit ganz viel Subventionen». Gebe es keine verbindlichen Reduzierungsziele, drohe in Deutschland und Europa ein Arbeitsplatzverlust, warnte Keitel.

UN / Klima / Gipfel / Industrie
17.12.2009 · 15:35 Uhr
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