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Bayerns Innenminister: Großveranstaltungen prüfen

Berlin (dpa) - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat nach dem Unglück bei der Loveparade gefordert, die Sicherheitskonzepte aller Großveranstaltungen deutschlandweit zu prüfen. Es könne immer zu einer Massenpanik der Besucher kommen, dies müsse vom Veranstalter einkalkuliert werden.

Beim Münchner Oktoberfest beispielsweise gebe es für einen solchen Fall ausgereifte Konzepte, sagte Herrmann im Deutschlandradio Kultur. Behörden dürften sich von Veranstaltern niemals mit dem Argument unter Druck setzen lassen, wie bedeutend eine Veranstaltung sei und wie viele Menschen diese anziehe, betonte Herrmann. «Die Sicherheit muss immer Vorrang haben.»

Besonders gefährdet seien Veranstaltungen, die nur ein Mal stattfänden, so der Innenminister. Beim Bau von Fußballstadien etwa werde die Sicherheit von vornherein einkalkuliert. Auf einem Gelände, auf dem einmalig eine Veranstaltung stattfinde, könne dies nicht in dieser Perfektion geschehen.

Der Vorsitzende des Innenausschusses des Bundestages, Wolfgang Bosbach (CDU), hatte am Sonntag erklärt, nach der Klärung des Unglücks müsse es auch um die Frage gehen, ob Veranstaltungen dieser Größenordnung in Zukunft überhaupt noch durchgeführt werden sollten. Der Bundesinnenminister solle dazu im Innenausschuss des Bundestages Bericht erstatten.

Notfälle / Loveparade
26.07.2010 · 08:35 Uhr
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