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Bayern dringt auf lange Laufzeiten für Atommeiler

Diskussion über Verlängerung von AKW-LaufzeitenGroßansicht
Passau (dpa) - Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) lehnt eine Laufzeit-Verlängerung für die deutschen Atomkraftwerke nur um einige wenige Jahre ab. «Die Kernkraft in Deutschland sollte so lange genutzt werden können, wie das energiewirtschaftlich sinnvoll und sicherheitstechnisch unbedenklich ist»

Das zitiert die «Passauer Neue Presse» aus einem Schreiben Zeils an Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP). Zeil wendet sich damit gegen Überlegungen von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU). «Eine Laufzeitverlängerung um wenige Jahre, wie von Bundesminister Dr. Röttgen ins Gespräch gebracht, ist weder fachlich noch politisch überzeugend», heißt es in dem Brief.

Darin sprecht sich Zeil dem Bericht zufolge zudem dafür aus, die Zusatzgewinne der Industrie infolge längerer Laufzeiten abzuschöpfen und einem Fonds zuzuführen. Über die Verwendung der Mittel sollten Bund, Länder und Energiewirtschaft gemeinsam entscheiden. Außerdem seien die Verbraucher von Energiekosten zu entlasten. Zeil fordert auch eine ungeschönte Analyse darüber ein, wie der Staat derzeit die Energiepreise mit Steuern, Abgaben, Umlagen und sonstigen verteuernden Maßnahmen belastet.

Atom / Energie
03.04.2010 · 09:50 Uhr
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