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Bauern blockieren mit Traktoren und Tieren

Zwei Traktoren blockieren nahe der niedersächsischen Ortschaft Groß Heide teilweise die Kreisstraße 1.Großansicht

Gorleben (dpa) - Nach einer vorübergehenden Blockade mit einigen hundert Schafen und Ziegen nahe Gorleben versuchen die Bauern im Wendland nun, auch mit ihren Traktoren Straßen zum Atommüll- Zwischenlager dichtzumachen.

«Die sind schon ziemlich schwach die Treckerfahrer, da kann es mal vorkommen, dass sie nicht mehr weiterkönnen und ihr Fahrzeug auf der Kreuzung abstellen müssen», sagte eine Sprecherin der Bäuerlichen Notgemeinschaft.

Mit den Blockaden sollen unter anderem Verbindungswege für die Polizei abgeschnitten werden. Am Sonntag konnten auch deshalb viele Beamte nicht ausgetauscht oder mit Essen versorgt werden.

Derzeit werden die elf Behälter mit hoch radioaktivem Atommüll in Dannenberg auf Tieflader verladen. Es wird erwartet, dass der Straßentransport in der Nacht zum Dienstag starten wird. Bis nach Gorleben sind es 20 Kilometer. Tausende Demonstranten halten dort die Zufahrt zum Zwischenlager besetzt. Die nach Angaben von Aktivisten rund 2000 Blockierer begannen damit, Planen zu spannen, um sich gegen den Regen zu schützen.

Durch eine der größten Schienenblockaden in der Geschichte der Bundesrepublik hatten rund 4000 Demonstranten bereits in der Nacht zum Montag den Castor-Zug 30 Kilometer vor Dannenberg zu einem zwölfstündigen Stopp gezwungen. Schon jetzt ist es der bisher langwierigste Castor-Transport nach Gorleben.

Atom / Transporte / Gorleben
08.11.2010 · 22:53 Uhr
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