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Barmer: Ärzte nach wie vor Spitzenverdiener

Nun sind sie doch nicht gestorben: Fachärzte protestieren am 24.3.2009 in München gegen die Honorarreform.Großansicht
Berlin (dpa) - Die Ärztehonorare sind nach einer Untersuchung der Barmer Ersatzkasse (BEK) in den vergangenen vier Jahren im Durchschnitt um gut ein Fünftel gestiegen. Während 2005 die Gesamthonorarsumme 35,1 Milliarden Euro betrug, stehen für 2009 rund 42,7 Milliarden Euro zur Verfügung.

Das geht aus der am Mittwoch in Berlin vorgestellten Barmer-Publikation «Gesundheitswesen aktuell» hervor. Trotz der Zuwächse hatten die Ärzte gegen die jüngste Honorarreform massiv protestiert.

Für den einzelnen Arzt errechnen sich durchschnittliche Gesamteinkünfte von 311 000 Euro jährlich. Werden davon die Praxiskosten von etwa 116 000 Euro abgezogen, ergibt sich pro Mediziner ein zu versteuerndes Einkommen von etwa 195 000 Euro in diesem Jahr. Dabei ist die Altersvorsorge noch nicht berücksichtigt.

Die Ärzte verdienen damit im Durchschnitt etwa das Sechs- bis Siebenfache der Kassenmitglieder und zählen damit nach BEK-Einschätzung zu den Spitzenverdienern in Deutschland. BEK-Chef Johannes Vöcking wies daher weitergehende Honorarforderungen der Kassenärzte kategorisch zurück. Auch wenn Mediziner im Einzelfall weniger verdienten, so zeigten die Zahlen doch, dass es kein Problem auf der Ebene der Gesamthonorierung gebe, lautet das BEK-Fazit.

In der Berechnung sind die Einkünfte aus der Behandlung von gesetzlich und privat Versicherten zusammengefasst. Der Untersuchung zufolge hat sich allein der Honorartopf der gesetzlichen Krankenversicherung für die niedergelassenen Ärzte seit Beginn der 90er Jahre auf aktuell knapp 30 Milliarden Euro fast verdoppelt. Die Zahl der Kassenärzte erhöhte sich im selben Zeitraum um etwa ein Drittel auf knapp 135 000.

Gesundheit / Ärzte / Honorare
26.08.2009 · 14:35 Uhr
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