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Barcelona-Fans reisen wegen Aschewolke per Bus an

Die Spieler Carles Puyol, Bojan Krkic, Gerard Pique and David Villa (v. l.) in Barcelona bei ihrem letzten Training vor dem Abflug nach London.Großansicht

London/Barcelona (dpa) - Ein Vulkan aus Island spielt gegen den FC Barcelona: Auf dem Weg ins Finale der Champions League sieht sich der spanische Fußballmeister einer Wolke von gegenüber, die die Katalanen und deren Fans vor logistische Probleme stellt.

Der Club stellte für seine Anhänger für die Reise nach London eine Flotte von Bussen zusammen, die die Barça-Fans ins Wembley-Stadion bringen sollen, falls der Luftraum über der britischen Hauptstadt wegen der Vulkanasche gesperrt werden sollte.

24 000 Anhänger des FC Barcelona wollen das Finale ihrer Elf am Samstag gegen Manchester United miterleben. Das Team von Trainer Josep Guardiola ging kein Risiko ein und flog bereits in der Nacht zum Mittwoch - zwei Tage früher als geplant - in die britische Hauptstadt. Dort bereitet sich die Mannschaft um Weltfußballer Lionel Messi auf dem Trainingsgelände des FC Arsenal auf das Endspiel gegen den englischen Meister vor.

Wegen der vorzeitigen Abreise konnte Barça nicht mit seiner offiziellen Maschine nach London fliegen, sondern musste auf ein anderes Flugzeug ausweichen. Die eigentlich vorgesehene Maschine, die dem Club von der Gesellschaft Turkish Airlines zur Verfügung gestellt wird, befand sich noch in der Türkei, wo sie einen Anstrich in den Vereinsfarben Blau und Rot erhielt und mit Porträts der Barça-Stars bemalt wurde.

Den Fans bot der Verein drei Möglichkeiten an: Sie können darauf setzen, dass ihr gebuchter Flug nicht wegen der Aschewolke gestrichen wird, sie können einen Platz in einem Bus reservieren oder sich auf eigene Faust nach London durchschlagen. Die Anreise per Bus dauert - einschließlich der Kanalüberfahrt - etwa 20 Stunden. «Die Barça-Fans nehmen solche und noch größere Strapazen in Kauf», sagte Vereinssprecher Toni Freixa. «Wenn 96 000 Clubmitglieder Tickets für das Finale beantragt haben, besteht kein Zweifel, dass die glücklichen Ticket-Besitzer alles daran setzen werden, das Spiel mitzuerleben.»

Der Finalgegner ManU hat solche Probleme mit der Anreise nicht. Von Manchester nach London sind es nur 280 Kilometer. Bei den Katalanen ist es schon das zweite Mal, dass ein Vulkan ihre Reise zu einem Champions-League-Spiel erschwert. Vor einem Jahr hatte die Barça-Elf sich darauf verlassen, trotz Aschewolke mit dem Flugzeug zum Halbfinalspiel bei Inter nach Mailand zu gelangen. Der Plan ging schief, das Team musste im letzten Moment per Bus nach Italien fahren und verlor 1:3.

Fußball / Champions League / Barcelona
25.05.2011 · 16:21 Uhr
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