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Baradei bei Demonstranten: «Beginnen eine neue Ära»

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Kairo (dpa) - Der ägyptische Friedensnobelpreisträger Mohammed el Baradei hat sich als Hoffnungsträger der Opposition den Demonstrationen gegen das Regime von Präsident Husni Mubarak angeschlossen.

El Baradei habe auf dem zentralen Tahrir-Platz das Gespräch mit Demonstranten gesucht, ohne zur Menge sprechen zu können, sagte ein Korrespondent der Nachrichtenagentur dpa. Mit seinem Erscheinen ignorierte el Baradei den von den Behörden in der Vorwoche verhängten Hausarrest.

El Baradei bezeichnet die Proteste gegen Mubarak als «historische Tage». «Was wir angefangen haben, lässt sich nicht zurückdrehen» zitierte ihn der arabische Sender Al-Dschasira. «Wir beginnen in Ägypten eine neue Ära.» Nur wenige umstehende Demonstranten könnten ihn hören.

Unter Tausenden Demonstranten auf dem Platz waren Mitglieder der Muslimbruderschaft, der linken Tagammu-Partei, der liberalen al-Ghad-Partei sowie mehrerer anderer kleiner Parteien. Auch Mitglieder der Kifaja-Bewegung («Genug») demonstrierten. Die Mitglieder dieser außerparlamentarischen Oppositionsbewegung waren die ersten, die schon vor Jahren offen gegen Mubarak protestiert und seinen Rücktritt gefordert hatten.

El Baradei hatte kurz zuvor - wie auch die ägyptischen Muslimbrüder - die sofortige Bildung einer Regierung der nationalen Einheit gefordert. «Ägypten steht in Flammen. Das Land fällt auseinander. Überall wird geplündert», sagte er in einem Interview des Senders CNN. Die Armee sei nicht in der Lage, alles unter Kontrolle zu bringen.

Unruhen / Regierung / Ägypten
30.01.2011 · 18:19 Uhr
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