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Banker Fitschen rechnet mit Lösung von Schuldenkrise

Jalta (dpa) - Deutsche-Bank-Vorstandsmitglied Jürgen Fitschen geht nicht von einem «Schrecken ohne Ende» in der Euro-Schuldenkrise aus. «Ich bin sicher, wir finden in den nächsten Wochen eine Lösung», sagte er am Freitag bei einem Forum in der Ukraine.

Er sei überzeugt, dass die EU-Staaten noch mehr Geld in die Hand nähmen, um den Euro und die Euro-Zone zu retten - «auch, wenn das in der deutschen Bevölkerung unbeliebt ist». Grundsätzlich sei vorstellbar, dass die einzelnen Euroländer mehr Kompetenzen nach Brüssel abtreten würden, betonte Fitschen in der Schwarzmeerstadt Jalta.

«Deutschland hat kein Interesse, dass seine Nachbarn verarmen», sagte der Banker. Nach Kritik von Zuhörern, er verkürze die Europäische Union auf Deutschland, sagte Fitschen, Deutschland sei eine starke Exportnation. Außerdem seien die Deutschen Konsumenten - ohne die vielen Touristen, die jährlich in die Türkei reisen, sähe die Tourismusindustrie dort anders aus.

Deutschland-Chef Fitschen wird gemeinsam mit Investmentbanker Anshu Jain im kommenden Jahr Nachfolger von Josef Ackermann an der Vorstandsspitze der Deutschen Bank. Der Schweizer Ackermann selbst wechselt mit Ablauf der nächsten Hauptversammlung im Mai 2012 an die Spitze des Aufsichtsrates, wo er Clemens Börsig ablöst.

EU / Finanzen / Deutschland
16.09.2011 · 17:08 Uhr
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