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Banken wollen Hilfspaket für Griechenland mittragen

Berlin (dts) - Die deutschen Banken werden sich an den finanziellen Hilfsleistungen für das schwer angeschlagene Griechenland beteiligen. Wie Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zusammen mit Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann heute mitteilte, wollen die Geldinstitute dabei das Programm der Euro-Länder sowie des Internationalen Währungsfonds (IWF) mittragen und unterstützen. Ein wichtiges Ergebnis sei nach den Verhandlungen zwischen Schäuble und Vertretern der Finanzindustrie, dass die Banken ihre bisherigen Kredite an Griechenland aufrecht erhalten und verlängern werden. Dabei blieb die Höhe der Unterstützungen seitens der Banken jedoch offen. Deutsche Bank-Chef Ackermann bezeichnete diese aber als "erhebliche Summen". "Im Bewusstsein unserer europäischen Verantwortung und ausgehend von den jüngsten, erfolgreichen Initiativen zur Wiederherstellung der Finanzstabilität in Mittel- und Osteuropa sind wir als Vertreter der deutschen Finanzwirtschaft bereit, gemeinsam mit unseren europäischen Kollegen auch im akuten Anpassungsprozess Griechenlands einen spürbaren, positiven Beitrag zu leisten", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Kreditinstitute. Die gegebene Unterstützung der Banken sorgte bei Finanzminister Schäuble für Erleichterung, der in diesem Zuge von einem "wichtigen Beitrag" sprach. Ackermann sprach derweil von einem wichtigen Signal des freiwilligen Beitrags. Am vergangenen Wochenende einigten sich die Länder der Euro-Zone auf Hilfsleistungen für Griechenland von bis zu 110 Milliarden Euro in den nächsten drei Jahren, wobei Deutschland allein 2010 bis zu 8,4 Milliarden Euro tragen wird.
DEU / Griechenland / Finanzindustrie / Wirtschaftskrise
04.05.2010 · 22:27 Uhr
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