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Banken wollen Gebührengrenze für Geldautomaten

Berlin (dts) - Eine einheitliche Obergrenze für die Gebühren an fremden Geldautomaten rückt näher. Nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" (Mittwochausgabe) haben sich die Spitzenverbände der Kreditwirtschaft grundsätzlich darauf verständigt, an allen 55.000 Automaten im Land den Kunden anderer Institute einen einheitlichen Betrag in Rechnung zu stellen. Wo die Gebührengrenze liegen werde, sei allerdings noch offen, hieß es weiter. Die freiwillige Selbstverpflichtung soll zeitlich begrenzt sein. Um die Transparenz zu erhöhen, sollen die Kunden zudem direkt am Automaten erfahren, welche Gebühr verlangt wird. Das bislang übliche Interbankenentgelt fiele dann weg. Die Eckpunkte wollen die Verbände nun in den eigenen Reihen und mit den Kartellbehörden diskutieren. Bis Mitte April soll es mehr Klarheit geben. Der Zentrale Kreditausschuss (ZKA) wollte sich zu den Informationen nicht äußern. Ein Sprecher verwies lediglich darauf, dass man sich am Montag in einer Sitzung auf Eckpunkte verständigt habe. Ziel sei es, die Gebühren "nachhaltig günstiger zu gestalten". Nach einer Untersuchung der Finanzberatung FMH von Ende Januar sind die Gebühren für Kunden an fremden Geldautomaten im vergangenen halben Jahr um 13 Prozent auf durchschnittlich 5,64 Euro pro Auszahlung gestiegen. Einige Geldhäuser verlangen demnach sogar zehn Euro pro Transaktion. Noch höher sind die Beträge, die sich Banken untereinander in Form des Interbankenentgelts in Rechnung stellen. Die Spitzenreiter wollen 20 Euro von der Bank des fremden Kunden. Das Bundeskartellamt leitete wegen des Verdachts auf überhöhte Gebühren eine Prüfung ein. Mit der Umsetzung der Eckpunkte will die Kreditbranche einer gesetzlichen Regelung entgehen.
DEU / Geld / Banken
23.03.2010 · 18:25 Uhr
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