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Banken-Chefunterhändler: Euro-Einigung dank Merkel

Strahlende Bundeskanzlerin: Euro-Staaten und Banken einigten sich auf einen teilweisen Schuldenerlass für Griechenland Foto: Oliver BergGroßansicht

Berlin (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach den Worten des Chefunterhändlers der Banken, Charles Dallara, beim Euro-Gipfel persönlich den Weg zum freiwilligen Schuldenschnitt für Griechenland freigemacht.

«Die staatlichen Garantien, die im Gespräch waren, reichten uns nicht, um einem 50-Prozent-Abschlag zustimmen zu können», sagte der Geschäftsführer des Bankenverbands IIF der «Welt am Sonntag». «Daraufhin schaltete sich Angela Merkel ein und erhöhte die Garantien von 20 auf 30 Milliarden Euro. Das gab den Ausschlag.»

Mit diesen 30 Milliarden Euro sollen nun neue Anleihen besichert werden, die die Banken im Tausch für bisherige Griechenland-Papiere erhalten. Als Gegenleistung sollen die Banken auf die Hälfte ihrer Forderungen verzichten. «Ich bin sehr optimistisch, dass sich mehr als 90 Prozent der Banken beteiligen», sagte Dallara.

Offen sei aber, ob auch andere Gläubiger wie Versicherer oder Fondsgesellschaften auf Forderungen verzichten. «Hier muss sicher noch Überzeugungsarbeit geleistet werden», sagte Dallara. Die europäischen Staats- und Regierungschefs hatten sich Donnerstagfrüh mit den Banken auf einen Schuldenschnitt von 50 Prozent geeinigt. Die Teilnahme ist aber freiwillig, denn bei einem erzwungenen Verzicht auf Forderungen wäre Griechenland von den Ratingagenturen als «pleite» bewertet worden. Dies wäre angesichts möglicher Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten riskant gewesen.

EU / Finanzen
29.10.2011 · 21:25 Uhr
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