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Banken-Abwicklungsfonds kostet deutsche Institute mindestens zehn Milliarden Euro

Berlin (dts) - Die geplanten EU-Regeln für die Sanierung oder Schließung von Krisenbanken in Europa werden die deutschen Institute mindestens zehn Milliarden Euro kosten. "Die deutschen Institute müssen wohl das Doppelte der bisherigen Bankenabgaben aufbringen", sagte Bert van Roosebeke, Finanzmarktexperte des Centrums für Europäische Politik (CEP), der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). Deutschland werde mindestens zehn Milliarden Euro für einen europäischen Abwicklungsfonds bereitstellen müssen, der nach bisherigen Planungen 45 bis 55 Milliarden Euro umfassen und binnen zehn Jahren aufgebaut werden soll.

Das entspricht pro Jahr etwa einer Milliarde Euro. Zuletzt kamen aber nur gut 500 Millionen über die nationale Bankenabgabe zusammen. "Bluten müssen am Ende wohl die Bankkunden mit höheren Preisen für Dienstleistungen und die Aktionäre, die niedrigere Dividenden bekommen", schätzt Roosebeke. Der Abwicklungs-Fonds war am Dienstag ein Streitthema bei der Marathon-Sitzung der EU-Finanzminister. Bis Weihnachten soll der Durchbruch bei den Abwicklungs-Regeln gelingen. Ziel ist es, dass bei künftigen Bankenschieflagen Steuerzahler geschont werden und stattdessen Aktionäre und Gläubiger die Hauptlast tragen.
Politik / DEU / EU / Finanzindustrie / Weltpolitik
11.12.2013 · 09:10 Uhr
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