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Ban Ki Moon: Südsudan verdient Solidarität

Ban Ki Moon im SüdsudanGroßansicht

Juba (dpa) - Der Südsudan kann nach Ansicht von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon nach der Unabhängigkeit auf die Solidarität der internationalen Gemeinschaft setzen. «Dies ist ein sehr emotionaler, ein sehr aufregender Moment für die Menschen im Südsudan», sagte Ban der Nachrichtenagentur.

«Diese Unabhängigkeit ist ein Neuanfang für den Südsudan. Die internationale Gemeinschaft hat eine Verantwortung für den neuen Staat.» Zu angemessener Zeit wolle er eine internationale Geberkonferenz für den Südsudan.

Die Regierung des Südens, die nach zwei Bürgerkriegen für die Unabhängigkeit gekämpft habe, müsse sich nun als verantwortungsvoll erweisen, sagte Ban. Die UN seien bereit, wie bereits in der vorangegangenen Übergangsphase mit ihren Hilfsagenturen Unterstützung zu leisten. Notwendig seien nicht nur der Aufbau der Infrastruktur und der Volkswirtschaft, sondern auch Gesetzesherrschaft und Wahrung der Menschenrechte, betonte der UN-Generalsekretär.

Besorgt zeigte sich Ban über die anhaltenden Spannungen und Konflikte vor allem entlang der neuen Staatsgrenze mit dem Norden. Die Stationierung äthiopischer Friedenstruppen könne helfen, die Situation zu entschärfen. Notwendig sei aber eine dauerhafte politische Lösung. Bei Gesprächen mit der Führung in Khartum und Juba über eine enge Zusammenarbeit und friedliche Beziehungen nach der Teilung setzt Ban auch auf seine eigene Biografie. «Meine Erfahrung als Koreaner, der aus einem geteilten Land kommt, kann auch eine Quelle der Inspiration für andere Länder sein - besonders für ein so neues Land wie den Südsudan», meinte er.

Südsudan / Unabhängigkeit
09.07.2011 · 21:34 Uhr
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