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Ban Ki Moon ruft zu Haiti-Hilfe auf

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München (dpa) - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Weltgemeinschaft erneut zur Hilfe für die Opfer des verheerenden Erdbebens in Haiti aufgerufen: «Der Wiederaufbau Haitis beginnt damit, den Menschen Arbeit zu geben.»

Das sagte Ban Ki Moon am Samstag in einer Videobotschaft für die Münchner Sicherheitskonferenz. Wegen des Erdbebens hatte Ban Ki Moon seine ursprünglich geplante Reise nach München abgesagt.

Zuvor war der UN-Sondergesandte Bill Clinton wieder in Haiti eingetroffen. Der frühere US-Präsident sprach nach UN-Angaben mit Vertretern der Vereinten Nationen und wollte später auch mit haitianischen Regierungsvertretern zusammentreffen. Zudem sollte Clinton ein Lager mit Überlebenden besuchen.

Nach jüngsten Schätzungen der haitianischen Regierung sind mehr als 200 000 Menschen bei dem Erdbeben vor dreieinhalb Wochen ums Leben gekommen. 300 000 Menschen wurden verletzt. Viele verloren ihr Obdach. Besonders in der Hauptstadt Port-au-Prince liegen zahlreiche Einrichtungen des öffentlichen Lebens in Trümmern.

Nach Wasser, Essen und Unterkünften werde das Fehlen von Toiletten ein Problem für die Stadt, erklärten die Vereinten Nationen am Freitag in New York. «Wir brauchen 7000 Latrinen und 25 000 Campingtoiletten», sagte ein Sprecher. Nach wie vor fehlen außerdem zehntausende Zelte und Notunterkünfte.

Nach Angaben des Sprechers haben viele Schulen in Port-au-Prince zwar wieder mit dem Unterricht begonnen. Oft fehlten aber die Schüler. «Die Eltern haben Angst, ihre Kinder zur Schule zu schicken, weil sie neue Erdbeben befürchten.» Die Vereinten Nationen würden jetzt dafür werben, die Kinder doch in die Schule zu schicken, damit der Aufbau des Karibikstaats vorankomme.

Die USA machten sich dafür stark, dem leidenden Land komplett seine internationalen Schulden zu erlassen. «Es verdient einen vollständigen internationalen Schuldenerlass», sagte Finanzminister Timothy Geithner am Freitag in Washington. Geithner begrüßte auch den Aufruf des Direktors des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, Haiti die ausstehenden IWF-Schulden zu erlassen, inklusive der jüngst gezahlten Nothilfe.

International / Sicherheit
06.02.2010 · 12:04 Uhr
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