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Bahr: Keine gemeinsame Behörde nötig

Berlin/Köln (dpa) - Trotz der Kritik am EHEC-Krisenmanagement braucht Deutschland nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) keine Bundesbehörde für die Gesamtkoordination.

«Das ist typisch deutsch: Es wird sofort wieder nach einer neuen Behörde, einer neuen Struktur gerufen», sagte Bahr am Mittwoch im ARD- «Morgenmagazin». «Wir hatten es mal in einer Behörde zusammengefasst, und nach einer Krise, die wir hatten, ist diese Behörde aufgeteilt worden.» Es sei sinnvoll, dass der Verbraucherschutz dort angesiedelt sei, wo die Lebensmittelkette kontrolliert werden kann, betonte Bahr.

Die Gesundheits- und Verbraucherminister von Bund und Ländern kommen am Morgen zu einem EHEC-Sondertreffen zusammen. Bahr forderte, dass sich die Politiker dabei dazu verpflichten, «dass wir uns nochmal gemeinsam damit beschäftigen und Konsequenzen daraus ziehen». Zum Beispiel sollten Informationen über Fallzahlen schneller weitergeleitet werden. Für sofortige Änderungen sei es aber noch zu früh: «Auf dem Höhepunkt des Ausbruchs kann man jetzt noch nicht sagen, genau so muss es anders werden.»

Gesundheit / Infektionen
08.06.2011 · 08:57 Uhr
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