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Bahnkunden beklagen Schikanen bei Ticketerstattung

Laut

Berlin (dpa) - Gegen die Deutsche Bahn gibt es Vorwürfe, sie schikaniere Reisende bei der Reklamation von Fahrkarten für stark verspätete Züge.

Wie das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» berichtet, bekamen Kunden auf ihre Beschwerdebriefe in mehreren Fällen die Antwort, sie sollten die Fahrkarte als Beleg einreichen. Die meisten Kunden hatten das Ticket aber bereits ihrer Reklamation beigefügt. Angaben über die Zahl der Fälle machte das Magazin nicht.

Seit 2009 muss der Bahnkonzern bei Fahrplanüberschreitungen von mehr als 60 Minuten bis zur Hälfte des Ticketpreises erstatten. Die Beweislast liegt allerdings beim Kunden. «Ich hoffe doch sehr, dass das Verlieren von Fahrkarten durch die Deutsche Bahn nicht ein Weg ist, Kunden von ihrer zustehenden Entschädigung abzuhalten», zitiert das Magazin aus einem Beschwerdebrief an das Eisenbahn-Bundesamt (EBA). Laut einem Sprecher des EBA, der Aufsichtsbehörde der Bahn, ist die Problematik «derzeit Gegenstand eines Ermittlungsverfahrens».

Eine Bahnsprecherin sagte der Nachrichtenagentur dpa, bei der Vielzahl an Reklamationen «kann es leider vorkommen, dass Unterlagen verloren gehen». Im Sinne der Kunden strebe der Konzern aber eine «kulante Lösung» an und akzeptiere auch alternative Nachweise für den Ticketkauf, etwa einen Zahlungsbeleg.

Verkehr / Bahn
24.07.2010 · 13:41 Uhr
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