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BaFin warnt vor Bankenpleiten wegen Griechenland-Krise

Frankfurt am Main (dts) - Deutsche Banken könnten durch eine Staatspleite Portugals, Italiens, Irlands, Griechenlands oder Spaniens, der sogenannten PIIGS-Staaten, in gehörige Schieflage geraten. "Das Hauptrisiko für den deutschen Finanzsektor besteht in kollektiven Schwierigkeiten der PIIGS-Staaten", heißt es laut dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" in einem internen Vermerk der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Griechenland könne hierfür "möglicherweise der Auslöser sein". Die Expertise von diesen Staaten haben deutsche Banken Papiere im Volumen von 522,4 Milliarden Euro gekauft. Das seien rund 20 Prozent der gesamten Auslandsforderungen deutscher Banken, heißt es in einem internen Vermerk der BaFin. Sie seien "Hauptgläubiger in Spanien und Irland und zweitwichtigster Gläubiger in Italien". Die Experten der Aufsichtsbehörde ziehen alarmierende Parallelen zu einer der schwersten Staatspleiten der vergangenen Jahre. "Den genannten Ländern droht wie im Falle Argentiniens die Ingangsetzung einer Abwärtsspirale." Die BaFin-Fachleute seien zudem skeptisch, ob die EU den Zusammenbruch gleich mehrerer ihrer Mitgliedstaaten verkraften würde. Angriffe auf Griechenland könnten die EU-Länder zusammen mit den internationalen Zentralbanken vielleicht noch abwehren, aber: "Bei Spekulationen und Finanzierungsproblemen der gesamten PIIGS-Staaten könnten ernsthafte Probleme mit heftigen Marktverwerfungen entstehen."
DEU / Griechenland / Wirtschaftskrise
20.02.2010 · 09:14 Uhr
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