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Baden-Württemberg will Flatrate-Bordelle schließen

Stuttgart (dts) - In Baden-Württemberg sehen staatliche Stellen jetzt eine rechtliche Handhabe, um gegen die sogenannten Flatrate-Bordelle in Heidelberg und Fellbach vorzugehen, die mit Sex nach Belieben zum Festpreis werben. Das berichtet das Magazin "Spiegel" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. "Wenn man deren Werbung ernst nimmt, ist von einem Verstoß gegen die Menschenwürde der dort arbeitenden Prostituierten auszugehen", so Justizminister Ulrich Goll (FDP). Aus seiner Sicht sei "das Selbstbestimmungsrecht der Frauen verletzt". Somit liege auch "eine Störung der öffentlichen Sicherheit vor", welche die Polizei und Ordnungsbehörden zum Einschreiten berechtigt. Nach Auskunft des Fellbacher Oberbürgermeisters und CDU-Landtagsabgeordneten Christoph Palm arbeite man "unter Hochdruck daran, den Betrieb des Fellbacher Flatrate-Bordells in der jetzigen Form zu beenden". Die baden-württembergische Sozialministerin Monika Stolz (CDU) will in Kürze eine Arbeitsgruppe mit Vertretern des Justiz-, Innen- und Wirtschaftsministeriums einberufen, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Bundesweit gibt es inzwischen offenbar Dutzende solcher "Flatrate-Bordelle". Die Etablissements in Fellbach und Heidelberg werben mit "Sex mit allen Frauen, so lange Du willst, so oft Du willst und wie Du willst".
DEU / BWB / Prostitution
25.07.2009 · 22:57 Uhr
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