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Babymord für Olympia-Teilnahme

Nach Überzeugung eines Gerichts in Sydney hat eine Leistungssportlerin ihr Baby ermordet, um an den Olympischen Spielen teilnehmen zu können.

Sydney (dpa) - Eine Leistungssportlerin hat ihr Baby ermordet, um an den Olympischen Spielen teilnehmen zu können. Davon ist ein Gericht in Sydney überzeugt, das die 35-jährige Keli Lane am Freitag zu 18 Jahren Haft verurteilt hat.

Der einstige Wasserpolo-Star sagt dagegen, sie habe das Baby ihrem damaligen Freund überlassen. Der ist allerdings nirgends aufzufinden.

Lane hatte 1996 ihre Tochter Tegan in einem Krankenhaus zur Welt gebracht. Es war das zweite ihrer drei Kinder. Zwei wurden zur Adoption freigegeben, stellte eine Sozialarbeiterin fest, aber von Tegan fehlte jede Spur. Lane hatte das Krankenhaus zwei Tage nach der Geburt verlassen, war aber gleichentags auf einer Hochzeit, wo sie kein Wort über die Geburt oder das Baby verlor. Auch die anderen Geburten hielt sie selbst vor ihrer eigenen Mutter geheim.

Eine Leiche wurde zwar nie gefunden, aber die Staatsanwaltschaft überzeugte den Richter mit der Theorie, dass Lane das Baby vor dem Hochzeitsfest ermordet hat, um sich in Ruhe auf die Olympischen Spiele im Jahr 2000 in Sydney vorbereiten zu können.

Lane hatte Anfang der Woche im Fernsehen noch an die Öffentlichkeit appelliert, ihr bei der Suche nach Tegan zu helfen.

Kriminalität / Australien
15.04.2011 · 07:55 Uhr
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