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Baby mit Schere erstochen: Haftstrafe für Polizistin

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Verden (dpa) - Viereinhalb Jahre Haft muss eine Polizistin verbüßen, weil sie ihr Baby nach der Geburt mit einer Schere erstochen hat. Das Landgericht Verden verurteilte die 25-Jährige am Mittwoch wegen Totschlags in einem minderschweren Fall.

Die junge Frau habe das Neugeborene im Juli 2010 aus Verzweiflung getötet, sagt der Vorsitzende Richter Volker Stronczyk in der Urteilsbegründung. Sie habe befürchtet, dass ihr Verlobter sie wegen des Kindes verlässt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das Kind stammte von ihrem Ex-Freund und der neue Lebensgefährte der Polizistin wusste nichts von der Schwangerschaft. Auch sie selbst wollte diese nicht wahrhaben. «Das Verhalten in den Wochen vor der Geburt spricht dafür, dass die Angeklagte die Schwangerschaft verdrängt und erst mit dem Einsetzen der Wehen realisiert hat», sagte Stronczyk.

Daraufhin beschloss sie, das Kind zu töten. Die kleine Leiche wickelte sie in ein Handtuch und versteckte sie in einer Box unter dem Gästebett. Einige Tage später vergrub sie den toten Jungen in einem Flussbett. Kurz darauf beichtete sie alles ihrem Verlobten und stellte sich der Polizei.

Prozesse / Kriminalität / Urteile
29.06.2011 · 15:37 Uhr
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