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Autor Liao Yiwu: Nobelpreis könnte Liu helfen

Frankfurt/Main (dpa) - Der Friedensnobelpreis könnte dem chinesischen Bürgerrechtler Liu Xiaobo nach Einschätzung des mit ihm befreundeten Schriftstellers Liao Yiwu helfen.

Wenn die chinesische Führung «noch ein bisschen Vernunft» habe, werde sie jetzt als Reaktion die Haftbedingungen Lius nicht noch verschlechtern, sagte Liao auf der Frankfurter Buchmesse am Freitag. Er rechne vielmehr mit Hafterleichterungen, sagte der Schriftsteller.

Liu Xiaobo sei nicht nur ein Dissident, sondern ein großer Denker und Autor, sagte Liao Yiwu, der nach vielen vergeblichen Reiseanträgen Mitte September für ein sechswöchiges Stipendium nach Deutschland reisen durfte. Im vergangenen Jahr war ihm von den chinesischen Behörden die Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse, deren Ehrengast China war, verwehrt worden. In Deutschland wurde Liao mit seinem Buch «Fräulein Hallo und der Bauernkaiser: Chinas Gesellschaft von unten» bekannt.

Nobelpreise / International / Reaktionen / China
08.10.2010 · 16:22 Uhr
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