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Automatik-Waffen in Norwegen in vielen Händen

Berlin/Oslo (dpa) - Der Attentäter Anders Behring Breivik setzte bei seinem Massaker auf der Insel Utøya ein Schnellfeuergewehr ein. Diese Waffen sind in Norwegen nicht selten und relativ leicht zu beschaffen.

Die - einschließlich der Reservisten - 50 000 Mitglieder der Heimwehr (Heimevernet) sind mit dem Sturmgewehr AG3 ausgestattet, einer vollautomatischen Variante des G3 der Bundeswehr.

Das AG3, das bis zu 600 Schuss pro Minute abfeuern kann, wird als Militärwaffe eingestuft und unterliegt deshalb nicht dem norwegischen Waffengesetz. Am Ende des Videos, das der Attentäter Breivik ins Internet gestellt hat, ist er mit einem aufgerüsteten AG3 zu sehen.

Im Jahr 2003 beschloss das norwegische Parlament, dass alle Schlagbolzen dieser Waffen bei der Heimwehr abgeliefert werden sollen. Die Waffen dürfen seither nur noch in funktionsunfähigem Zustand zu Hause aufbewahrt werden. Allerdings können Ersatzteile für das Gewehr übers Internet in den USA bestellt werden.

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Terrorismus / Kriminalität / Norwegen
24.07.2011 · 21:35 Uhr
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