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Autoexperte: Opel-Insolvenz nicht erste Option

Bergisch Gladbach (dpa) - Der Autoexperte Stefan Bratzel sieht eine Insolvenz von Opel keineswegs als erste Option. Die Opel-Mutter General Motors (GM) werde eine Restrukturierung vorziehen. Im Insolvenzfall bekämen Händler und Zulieferer ihr Geld nicht und die gutlaufenden Modelle würden geschwächt.

«Ich halte die Insolvenzdrohung nicht für völlig leer. Aber zunächst wird GM versuchen, Geld für eine Sanierung zu bekommen», sagte der Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft an der FH Bergisch Gladbach am Donnerstag der dpa.

Der Autoexperte hält zudem eine Konzentration der Opel-Standorte für unausweichlich. Die Überkapazitäten im Konzern lägen bei etwa 30 Prozent und damit einfach zu hoch, sagte er. Außer dem Stammwerk Rüsselsheim hält er keinen der drei weiteren deutschen Standorte Bochum, Kaiserslautern und Eisenach für sicher. «Reine Produktionsstandorte im Hochlohnland Deutschland werden immer schwieriger.» Um ein langfristiges Überleben zu sichern, müssten die Werke Schwerpunkte bilden.

Sollte Bochum die Produktion des Elektroautos Ampera bekommen, müsste sich das Werk auch um die Weiterentwicklung dieser Technik bemühen. Rüsselsheim müsse ein Stück vom Entwicklungskuchen abgeben, sagte er. Bochum besitze mit den Hochschulen im Umfeld und zahlreichen Autozulieferern gute Voraussetzungen für eine langfristige Lösung.

Auto / Opel
06.11.2009 · 07:20 Uhr
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