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Auswärtiges Amt schließt deutsche Opfer nicht aus

Berlin (dpa) - Nach dem Schiffsunglück vor der italienischen Küste ist das Schicksal mehrerer deutscher Passagiere nach wie vor ungeklärt. Das Auswärtige Amt sprach am Montag von einer Zahl «im niedrigen zweistelligen Bereich».

Ein AA-Sprecher sagte: «Wir wissen nicht, wo sie sind.» Er wollte nicht ausschließen, dass unter den Vermissten weitere deutsche Opfer zu beklagen seien. Es könne durchaus «weitere betrübliche Nachrichten» geben.

Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums wies darauf hin, dass sich auch Kreuzfahrtschiffe an die vorgegebenen Routen halten müssten. Inwieweit bei der Havarie gegen Auflagen verstoßen worden sei, müsse erst noch geklärt werden. Er wolle sich nicht an Spekulationen beteiligen.

Nach Angaben aus den einzelnen Bundesländern werden mindestens elf Deutsche vermisst, darunter aus Hessen, Baden-Württemberg, Berlin und Nordrhein-Westfalen.

Das Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia» war am Freitagabend mit mehr als 4200 Menschen an Bord nahe der Insel Giglio vor der toskanischen Küste auf einen Felsen aufgelaufen. Es schlug leck und kippte schließlich auf die Seite. Mindestens sechs Menschen starben.

Schifffahrt / Unfälle / Italien
16.01.2012 · 12:02 Uhr
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