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Australiens Premier in Skandal um Autohändler

Die australische Regierung um Premierminister Kevin Rudd ist in einen Skandal verwickelt.Großansicht
Sydney (dpa) - Der australische Regierungschef Kevin Rudd ist wegen dubioser Regierungshilfe für einen Gebrauchtwagenhändler in die schwerste Krise seiner Amtszeit geschlittert.

Rudds Büro soll sich im Finanzministerium für den persönlichen Freund des Premierministers John Grant eingesetzt haben, behauptet die Opposition. Finanzminister Wayne Swan hatte die besondere Hilfe für Grant im Parlament zunächst abgestritten. E-Mails beweisen aber das Gegenteil. Oppositionsführer Malcolm Turnbull forderte am Sonntag Swans Rücktritt, und, falls Rudd sich hinter ihn stelle, auch dessen Demission.

Turnbull warf auch Rudd direkt Einmischung im Fall Grant vor. Er bezog sich auf die Aussage eines Beamten im Finanzministerium, der sich an eine E-Mail aus dem Büro des Premierministers erinnern will. Darin sei um die Hilfe für den finanziell angeschlagenen Händler gebeten worden. Allerdings wurde die Mail auf den Servern nicht gefunden. Rudd bestreitet ihre Existenz und forderte Turnbull seinerseits zum Rücktritt auf, sollte sich seine Version der Vorgänge nicht halten lassen.

Innenpolitik / Australien
21.06.2009 · 11:50 Uhr
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