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Ausschreitungen nach Wahl in Afghanistan befürchtet

Kabul (dts) - Nach der gestrigen Präsidentschaftswahl in Afghanistan befürchten Experten gewalttätige Ausschreitungen. Sowohl der bisherige Präsident Hamid Karsai als auch sein Herausforderer Abdullah Abdullah beanspruchen den Sieg für sich. Ein Sprecher aus Karsais Wahlkampfteam behauptete, ein im Voraus erwarteter zweiter Wahlgang sei nicht nötig, da der Abstand Karsais eindeutig sei. Ein Sprecher Abdullahs widersprach dieser Behauptung umgehend und reklamierte den Sieg für den Herausforderer. Eine Bestätigung der afghanischen Wahlkommission liegt noch nicht vor, die offiziellen Ergebnisse sollen erst Mitte September verkündet werden. Karsai hatte bereits im Voraus angekündigt, einen Wahlsieg seines Konkurrenten "nicht zu akzeptieren". Westliche Regierungen äußerten sich unterdessen meist neutral über die Wahlen und lobte den Urnengang als Erfolg, ermahnte allerdings beide Kandidaten zur Mäßigkeit. Während der Wahl hatte es teilweise schwere Kämpfe mit über 50 Toten und Verhinderungen der Wahl gegeben, aus Kunduz wurde von Raketenbeschuss und einer sehr geringen Wahlbeteiligung berichtet. Auch die Berichte über Wahlfälschungen häufen sich. Im Süden sollen Stammesführer Wahlkarten für jeweils mehrere hundert Menschen abgegeben haben. Westliche Diplomaten befürchten nun aggressive Demonstrationen der Abdullah-Anhänger, wie es sie im Juni nach den Wahlen im Iran gegeben hatte. Hier hatte es wochenlang blutige Ausschreitungen zwischen den Anhängern des Präsidenten Ahmadinedschad und denen des Herausforderers Mussawi gegeben.
Afghanistan / Wahl / Taliban
21.08.2009 · 18:29 Uhr
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