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Ausgangssperre nach Krawallen in Honduras

Brennender MüllGroßansicht
Tegucigalpa (dpa) - Nach Brandanschlägen und anderen Gewaltakten von Anhängern des gestürzten honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya hat die Übergangsregierung erneut eine nächtliche Ausgangssperre in Tegucigalpa verhängt.

Im Anschluss an eine Demonstration mit Tausenden von Teilnehmern war es am Dienstagabend (Ortszeit) in Tegucigalpa zu massiven Ausschreitungen gekommen. Militante Gruppen griffen eine Reihe von US-Schnellrestaurants mit Steinen an und zertrümmerten Fensterscheiben und Eingangstüren.    

Eines der Fast-Food-Restaurants im Zentrum der Hauptstadt Tegucigalpa wurde mit Molotow-Cocktails in Brand gesetzt und zerstört. Auch ein Bus und zahlreiche Autos gingen in Flammen auf. Die Demonstranten fordern die Rückkehr des Ende Juni gestürzten Zelaya an die Macht und die Wiederherstellung der Verfassungsordnung. Verletzt wurde laut lokalen Zeitungsberichten vom Mittwoch niemand. Eine unbekannte Zahl von Randalierern wurde festgenommen.    

Der Zorn der Zelaya-Anhänger richtet sich zunehmend gegen die USA. Bereits in der vergangenen Woche hatten gewaltbereite Studenten US-Restaurants in der Nähe der Nationalen Universität in der Hauptstadt attackiert. Die Anhänger Zelayas, der am 28. Juni gestürzt worden war, werfen Washington vor, die Fäden bei dem Staatsstreich gezogen zu haben und Zelayas Rückkehr an die Macht zu hintertreiben.

Konflikte / Honduras / USA
12.08.2009 · 16:05 Uhr
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