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Aufräumen nach Tornados in Ostdeutschland

Ein vom Sturm zerstörtes Dachgeschoss in Mühlberg an der Elbe.Großansicht
Großenhain (dpa) - Ein totes Mädchen, dutzende Verletzte und immense Schäden sind die schlimme Bilanz des Tornados am Pfingstmontag in Sachsen und im südlichen Brandenburg.

Die Sechsjährige hatte im sächsischen Großenhain in einem Auto gesessen, als ein Baum darauf stürzte. Der Tornado wütete nach Schätzungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf einer Strecke von 80 bis 100 Kilometern. ?Das wäre eine der längsten Tornadospuren, die es je in Deutschland gab?, hieß es beim DWD.

Nach Angaben der Behörden wurden allein in Großenhain knapp 40 Menschen verletzt. Oberleitungen zerrissen, Dächer wurden abgedeckt, etliche Bäume stürzten um. Bereits in der Nacht hatte das große Aufräumen begonnen. Großenhains Oberbürgermeister Burkhard Müller (CDU) sprach am Dienstag von einer ?Schneise der Verwüstung? in seiner Stadt. Es werde Tage und Wochen dauern, bis alle Schäden beseitigt sind. Der Landkreis Meißen stellte für Großenhain eine Soforthilfe von 250 000 Euro bereit. In einigen Ortsteilen fehlte am Vormittag noch der Strom. Die Schulen blieben geschlossen, da zunächst die Sicherheit der Gebäude geprüft werden sollte.

Bei Leppersdorf fegte der Tornado zwei Campinganhänger von der Straße. Einer landete auf dem Dach, der andere wurde gegen einen Baum gedrückt. In der Region krachten tischtennisballgroße Hagelkörner auf Autos und Dächer. In Mühlberg deckte der Wirbelsturm die Dächer von mindestens 20 Häusern ab.

Unwetter / Notfälle / Wetter
25.05.2010 · 17:06 Uhr
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