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Auch Schweizer Abgeordnete wollen Snowden befragen

Genf (dpa) - Auch Schweizer Abgeordnete wollen den Informanten Edward Snowden befragen. Sie erhoffen sich Auskünfte über US-Abhöraktionen in Genf, berichtete der Schweizer «Tages-Anzeiger» am Samstag.

«Snowden war für die CIA in der amerikanischen UN-Mission in Genf aktiv», sagte der sozialdemokratische Abgeordnete Carlo Sommaruga der Zeitung. «Er weiß, was die US-Geheimdienste in der Schweiz tun und ob und wie der Schweizer Geheimdienst kollaboriert».

Auch Politiker der national-konservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) bekundeten Interesse an einer Befragung des Informanten. Snowden hatte am Freitag bei einem Treffen mit dem deutschen Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele in Moskau seine Bereitschaft bekundet, in interessierten Staaten über Spionagepraktiken der USA zu berichten.

Genf gilt seit langem als «Spionagemetropole». Es ist Standort der Vereinten Nationen, vieler weiterer internationaler Organisationen sowie zahlreicher Auslandsvertretungen und zudem eine Drehscheibe des weltweiten Rohstoffhandels. Die US-Mission unweit des Genfer UN-Sitzes soll laut Medienberichten über ähnlich umfangreiche Abhöreinrichtungen verfügen wie jene in Berlin.

Geheimdienste / Snowden / USA / Schweiz
02.11.2013 · 16:32 Uhr
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