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Auch Schneider will «politischer» EKD-Chef sein

Berlin (dpa) - Der kommissarische Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Nikolaus Schneider, will das politische Engagement seiner zurückgetretenen Vorgängerin Margot Käßmann fortführen.

«Diese Form der politischen Sensibilität und des Eintretens für diejenigen, die ihre Stimme nicht erheben können, diese Art wird auch für mich verbindlich bleiben», kündigte er am Mittwochabend in der ARD an.

Käßmann gibt ihr Amt an der Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ebenso wie ihr hannoversches Bischofsamt auf. Sie war betrunken am Steuer ihres Autos erwischt worden und sieht nun selbst ihre Autorität und das Amt beschädigt. Ihr bisheriger Stellvertreter Schneider soll die EKD bis zu einer Neuwahl - voraussichtlich im November - führen.

Im Rückzug der als fortschrittlich geltenden Käßmann sieht Schneider keinen Rückschritt für die Kirche. Er verwies darauf, dass sie bei einem Verbleib im Amt vollen Rückhalt der Kirche gehabt hätte. Es sei auch kein Rückschritt für Frauen, in diese Art von Kirchenämtern zu kommen.

Kirchen
25.02.2010 · 09:19 Uhr
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