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Auch Regulierungsmängel brachten RBS ins Wanken

Der Beinahe-Kollaps der Royal Bank of Scotland im Jahr 2008 war durch Managementfehler und eine zu lasche Banken-Regulierung ausgelöst worden. Foto: Andy Rain/ArchivGroßansicht

London (dpa) - Der Beinahe-Kollaps der Royal Bank of Scotland im Jahr 2008 war durch Managementfehler und eine zu lasche Banken-Regulierung ausgelöst worden. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchungskommission der britischen Bankenaufsicht FSA in ihrem 452 Seiten starken Abschlussbericht.

Die Großbank hatte im Jahr 2008 mit 45,5 Milliarden Pfund aus Steuergeldern gerettet werden müssen und gehört inzwischen zu 83 Prozent dem britischen Staat. Der Verlust der öffentlichen Hand wird derzeit mit 25 Milliarden Pfund angegeben. Die Bank hatte sich in den vergangenen drei Jahren von mehr als 27 000 Mitarbeitern trennen müssen.

In dem Abschlussbericht der FSA heißt es, die vom Management und den Aufsehern gemachten Fehler seien «nicht schuldhaft». Die Behörde forderte jedoch strengere Regeln für die Banken in Großbritannien. «Die Tatsache, dass niemand rechtlich verantwortlich gemacht werden konnte, wirft die Frage auf: Wenn man unter den vorhandenen Regeln nicht handeln kann, sollten dann nicht die Regeln für die Zukunft geändert werden», sagte FSA-Chef Adair Turner.

Die Royal Bank of Scotland hatte im Jahr 2007 für 49 Milliarden Pfund die niederländische Bank ABN Amro übernommen. Der Deal brachte große Verluste. Das RBS-Management sei dabei zu viel Risiko eingegangen, befand die Kommission. «Hätte es Basel III damals schon gegeben, wäre RBS nicht in der Lage gewesen, für ABN zu bieten», heißt es in dem Bericht.

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Mitteilung FSA
Banken / EU / Finanzen / Großbritannien
12.12.2011 · 12:22 Uhr
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