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Auch Joshua tot aus der Saale geborgen

Zwei Kinder knien am 20.02.2012 vor Kerzen und Blumen in Weißenfels. Gut drei Wochen nach dem Verschwinden eines Sechsjährigen in Weißenfels ist die Leiche des Kindes aus der Saale geborgen worden. Foto: Jan WoitasGroßansicht

Weißenfels/Halle (dpa) - Mehr als drei Wochen nach dem Verschwinden des sechsjährigen Joshua aus Weißenfels ist die Leiche des Kindes aus der Saale geborgen worden.

Wie ein Polizeisprecher mitteilte, war das tote Kind am frühen Dienstagnachmittag von einem Mitarbeiter einer Mühle gefunden worden - bei Reinigungsarbeiten an einem Turbineneinlauf. Erneut seien Rechtsmediziner, Kriminaltechniker und Ermittler im Einsatz gewesen, sagte der Sprecher. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Obduktion der Leiche an.

Am Fundort an einem Wehr erinnern noch Blumen, Kerzen und Plüschtiere an die Tragödie. Dort war am Abend des 18. Februar bereits die fünf Jahre alte Schwester des Jungen von der Feuerwehr tot aus dem eiskalten Fluss geborgen worden. Joshua und Georgina waren von zu Hause aus zum Spielen gegangen und nicht zurückgekehrt. Ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften suchte damals nach den Kindern. Auch Hunde, Hubschrauber, Spezialtaucher und Echolot-Technik kamen zum Einsatz.

Hinweise auf ein Verbrechen haben die Ermittler den Angaben zufolge auch weiterhin nicht. Mit der Obduktion des Jungen solle die Identität des Kindes bestätigt und außerdem ausgeschlossen werden, dass ein Fremdverschulden vorliegt, sagte Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Neufang. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handele es sich beim Tod des Jungen um einen Unglücksfall. Die Obduktion solle voraussichtlich am Mittwoch stattfinden.

Mit Betroffenheit wurde die Nachricht vom Fund der Leiche in Weißenfels aufgenommen. «Wir hoffen, dass die Familie nun endlich zur Ruhe kommen und Trauerarbeit leisten kann», sagte eine Sprecherin der Stadt. Notfallseelsorger würden sich um die Familie kümmern.

Die Mutter hatte ihre beiden Kinder bei der Polizei als vermisst gemeldet, weil die Geschwister nicht wie vereinbart auf einem Spielplatz waren - keine 250 Meter vom Wohnhaus entfernt. Kurz nach 23.00 Uhr entdeckten Beamte die bekleidete Fünfjährige nahe des Wehrs tot im Fluss, der damals zum Teil mit Eisschollen bedeckt war und in diesem Bereich äußerst schnell fließt.

Notfälle / Kinder
13.03.2012 · 18:00 Uhr
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