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Atomstreit: Iran warnt Russland

Medwedew und AhmadinedschadGroßansicht

Berlin (dpa) - Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat seinen russischen Amtskollegen Dmitri Medwedew gewarnt, sich dem «Komplott» der Vereinigten Staaten gegen Teheran anzuschließen.

Hintergrund ist der Konflikt um das iranische Atomprogramm. «Unsere Feinde haben einen neuen Propagandakrieg gegen den Iran gestartet, bei dem die USA Regie führen und der russische Präsident die Aufführung übernimmt», sagte Ahmadinedschad am Freitag zum Abschluss eines Jugendfestivals in Teheran, wie die Nachrichtenagentur ISNA berichtete.

Medwedew hatte vor knapp zwei Wochen die Einschätzung geäußert, der Iran stehe vor der Entwicklung von waffenfähigem Uran. Der Iran nähere sich dem Besitz einer Menge an, «die für den Bau von Atomwaffen genutzt werden kann», hatte Medwedew gesagt. Moskau hatte zuvor auch die von den Vereinten Nationen beschlossenen neuen Sanktionen gegen den Iran mitgetragen. Die Führung in Teheran erwartete dagegen, dass Moskau als «politischer Verbündeter und Handelspartner» sein Veto einlegt.

Ziel des «Komplotts» sei es, so Ahmadinedschad, den Willen des iranischen Volkes zu schwächen. Auch «Elemente im Iran» seien daran beteiligt, sagte der umstrittene Präsident, offenkundig mit Blick auf die Opposition im eigenen Land. Regimegegner werfen Ahmadinedschad Wahlbetrug vor, nur so sei er vor gut einem Jahr als Präsident bestätigt worden.

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Iran hatten sich zuletzt verschlechtert. Moskau hatte zunächst mitgeteilt, dass eine Lieferung von modernen Luftabwehrsystemen an Teheran wegen der UN-Sanktionen unmöglich sei. Kurz darauf verschob Russland auch die Fertigstellung des ersten Atomkraftwerks im Iran auf frühestens September.

Der Westen befürchtet, dass der Iran unter dem Deckmantel ziviler Forschung Nuklearwaffen entwickeln könnte. Nach den USA will auch Europa neue Strafen verabschieden, die über die am 6. Juni beschlossenen UN-Sanktionen hinausgehen. Wie es am Freitag aus Diplomatenkreisen hieß, werden die europäischen Außenminister an diesem Montag in Brüssel die bislang schärfsten EU- Sanktionen beschließen.

Atom / Iran / Russland
24.07.2010 · 09:27 Uhr
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