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Atomkraft in Deutschland und Ausstiegsbeschluss

Berlin (dpa) - In Deutschland sind noch 17 Atomkraftwerke in Betrieb. Sie dürfen nach der rot-grünen Vereinbarung zum Atomausstieg noch eine bestimmte Menge Strom produzieren, dann sollen sie abgeschaltet werden.

Da zuletzt einige Meiler stillstanden oder weniger Strom geliefert haben, dürfte das letzte AKW Neckarwestheim II nicht wie geplant 2022 sondern erst 2025 stillgelegt werden.

Vom Netz gingen bereits Stade (November 2003) und Obrigheim (Mai 2005). Nächste Anwärter sind gemäß der zugestandenen Reststrommengen Biblis A in Hessen und Neckarwestheim I in Baden-Württemberg. Atomkraftwerke gibt es in Schleswig-Holstein (3), Niedersachsen (3), Bayern (5), Baden-Württemberg (4) und Hessen (2). Sie werden von RWE, Vattenfall, Eon und EnBW betrieben.

Der 2000 von SPD und Grünen vereinbarte Ausstieg aus der Atomenergie wurde 2002 im Atomgesetz festgeschrieben. Damit wurde der Bau neuer Reaktoren ausgeschlossen. Die pro AKW erlaubte Reststrommenge wurde nach einem komplizierten Schlüssel bei einer angenommenen Regellaufzeit von 32 Jahren errechnet. Es gibt die Möglichkeit, Strommengen älterer Kraftwerke auf neuere zu übertragen. Ältere Meiler sollten so schneller abgeschaltet werden können.

Union und FDP haben sich im Koalitionsvertrag aber auf längere Reaktorlaufzeiten geeinigt, deren Dauer aber noch nicht feststeht - die Zahlen variieren zwischen 8 und 15 Jahren. Die Atomkraft soll als Übergangstechnologie die Zeit überbrücken, die für eine vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien benötigt wird.

Energie / Atom
26.08.2010 · 22:41 Uhr
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