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«Atlantic»-Chef erstickt an Essen aus Hotelküche

Die berühmte Weltkugel auf dem Dach des Atlantic Hotel in Hamburg (Archiv).
Hamburg (dpa) - Der Miteigentümer des Hamburger Luxushotels «Atlantic», Dieter Bock, ist bei einem Essen in seinem eigenen Hotel erstickt.

Der 71-Jährige starb bereits am 12. Mai in einem Zimmer des Hauses an der Alster, bestätigte die Polizei am Donnerstag. Rettungskräfte seien gegen 0.45 Uhr ins «Atlantic» gerufen worden. Dort hätten sie erfolglos versucht, den Mann zu reanimieren.

Bock habe sich nach Mitternacht noch Essen auf sein Zimmer kommen lassen und sich dann offensichtlich an einem Stück Fleisch verschluckt. Im Polizeibericht hieß es später dazu: «Tod durch Aspiration» (Ersticken). Für eine Obduktion hätten die Mediziner keinen Grund gesehen, betonte ein Polizeisprecher.

Es kommt immer wieder vor, dass Menschen an Essen ersticken. Nicht selten handelt es sich dabei um Fleisch, das beim Verschlucken in der Luftröhre stecken bleibt. Vor zehn Jahren wurde dies auch einem Berliner Sterne-Koch zum Verhängnis: Siegfried Rockendorf erstickte im Alter von 50 Jahren bei einer Familienfeier in einem Hotel im Harz.

Der Millionär Bock lebte vor allem in Darmstadt und London. Über seine «Octavian Hotel Holding» war er noch an weiteren Hotels beteiligt, darunter das Kempinski-Hotel Gravenbruch bei Frankfurt (Main) und das Taschenbergpalais in Dresden.

Das Hamburger «Atlantic», in dem schon Berühmtheiten wie Paul McCartney, Opernsänger Luciano Pavarotti und der Schah von Persien die Nacht verbrachten, hatte in den vergangen Jahren deutlich von seinem Glanz eingebüßt. 2008 verlor das sanierungsbedürftige Hotel seine fünf Sterne. Bocks Octavian Holding soll dann Anfang des Jahres mehr als 20 Millionen Euro für die »Atlantic»-Sanierung bereitgestellt haben.

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27.05.2010 · 14:16 Uhr
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