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Athen erleichtert nach EU-Entscheidung

Athen (dpa) - Fast die gesamte griechische Presse hat erleichtert auf den Notfallplan der EU reagiert: «Uff! Wir können aufatmen», titelte die regierungsnahe Athener Zeitung «Ta Nea». Es sei ein Ganztags-Thriller gewesen, was sich am Donnerstag in Brüssel abspielte und am späten Abend endete.

«Durchatmen in Griechenland», schloss sich die konservative «Apogevmatini» an. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe «wenige kleine Schritte» zurückgemacht und sich damit durchgesetzt. «Weiches Kissen falls wir fallen», meinte die regierungsnahe «Ethnos». Dagegen fürchtete die linksliberale «Eleftherotypia», die Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF), sei ein «Riff», auf das das Schiff Griechenland laufen könnte.

Die Presse begrüßte den Beschluss der Europäischen Zentralbank (EZB) unabhängig von den Bewertungen der Rating-Agenturen griechische Bankanleihen zu akzeptieren. Athen blickt jetzt mit Spannung auf die internationalen Märkte und wie sie reagieren werden. In den kommenden Wochen plant Athen einen neuen Probe-Kredit aufzunehmen. Dann werde nach einem Radiokommentar «die Stunde der Wahrheit schlagen». Bislang zahlt Athen für seine Kredite das Doppelte bis Dreifache an Zinsen als Deutschland.

Am Vorabend hatte der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou den Notfallplan der Euro-Länder für eine etwaige Staatspleite seines Landes begrüßt. «Die Bemühungen des griechischen Volkes werden belohnt», sagte der griechische Regierungschef am Donnerstagabend in Brüssel dem griechischen Fernsehen (NET). «Wir schützen unsere gemeinsame Währung. Europa geht gestärkt aus diesem Treffen hervor.»

EU / Gipfel / Reaktionen / Griechenland
26.03.2010 · 08:11 Uhr
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