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Asse-Skandal: Gabriel vermutet bewusste Verzögerung

Atommülllager AsseGroßansicht

Braunschweig (dpa) - In der Debatte um die Sanierung des maroden Atommülllagers Asse wirft SPD-Chef Sigmar Gabriel den Umweltministerien im Bund und in Niedersachsen Verzögerungstaktik vor.

«Ich habe den Verdacht, dass hinter dem zögerlichen Genehmigungsverfahren, für das die Umweltministerien verantwortlich sind, ein Plan steckt: Die Sanierung so lange zu verschleppen, bis die Standsicherheit des Bergwerks nicht mehr gegeben ist und die Rückholung des Atommülls unmöglich wird», sagte Gabriel der «Braunschweiger Zeitung».

In der umstrittenen Schachtanlage im Landkreis Wolfenbüttel lagern rund 126 000 Atommüllfässer. Es gibt immer wieder Streit über den Fahrplan zur milliardenschweren Sanierung. Das Bundesamt für Strahlenschutz prüft, ob es möglich ist, die in der Asse gelagerten Fässer wieder aus dem ehemaligen Salzbergwerk herauszuholen. Dazu soll unter anderem die fragliche Einlagerungskammer zwölf angebohrt werden. Davor haben sich jedoch 80 000 Liter kontaminierte Salzlösung angesammelt, die zunächst entsorgt werden müssen.

Atom / Asse
16.11.2011 · 09:33 Uhr
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